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Profi Innenausbau Hamburg
Metallständerwerk aus CW-Profilen im Rohbau vor der Beplankung mit Gipskartonplatten
Ratgeber

Ständerwerk im Trockenbau: Profile, Abstände und Aufbau einer Trockenbauwand

Ständerwerk im Trockenbau: CW- und UW-Profile, Ständerabstand und Wanddicke im Überblick, mit Schritt-für-Schritt-Aufbau einer Trockenbauwand, Stand 2026.

26. September 2026 · 8 Minuten Lesezeit · Timo Brandt

  • 4,9 von 5 Sternen bei 670 Google-Bewertungen
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Wie ist eine Trockenbauwand aufgebaut?

Eine Trockenbauwand besteht aus einer Unterkonstruktion aus CW- und UW-Metallprofilen, einer Dämmung im Hohlraum und einer Beplankung aus Gipsplatten je Seite. Die Profile geben Form und Stabilität, die Dämmung sorgt für Schall- und Wärmeschutz, die Platten bilden die sichtbare Oberfläche. Fachleute sprechen bei diesem System auch von Leichtbauwand oder Metallständerwand.

Der Aufbau folgt einer klaren Reihenfolge: erst die UW-Profile an Boden und Decke, dann die CW-Ständer dazwischen, anschließend Dämmung und Beplankung. Wie stabil und schalldicht das Ergebnis wird, hängt von Profilbreite, Ständerabstand und Anzahl der Plattenlagen ab.

Was sind CW- und UW-Profile?

UW-Profile sind U-förmige Schienen, die am Boden und an der Decke verschraubt werden und den Rahmen der Wand bilden. CW-Profile sind C-förmige Ständer, die senkrecht in die UW-Schiene gestellt werden und das eigentliche Traggerüst bilden, auf das später die Gipsplatten geschraubt werden.

Beide Profiltypen gibt es in identischen Breiten, damit sie zueinander passen. Gängig sind 50, 75, 100 und 125 Millimeter, jeweils als Paar UW und CW derselben Breite.

ProfilbreiteTypischer Einsatz
CW/UW 50Vorsatzschalen, Verkleidungen, leichte Trennwände ohne hohe Schallschutzanforderung
CW/UW 75Standard-Innenwände in Wohnräumen, gängigste Breite im Wohnungsbau
CW/UW 100Wände mit erhöhtem Schallschutz oder mehr Platz für Installationen und Dämmung
CW/UW 125Wohnungstrennwände, Doppelständerwerk, hohe Schallschutzanforderung

Welcher Ständerabstand gilt für Trockenbauwände?

Der Regelabstand zwischen zwei CW-Profilen beträgt 62,5 Zentimeter von Achse zu Achse. Dieser Wert ist kein Zufall: Er entspricht der halben Standardplattenbreite von 1,25 Metern, sodass jeder Plattenstoß mittig auf einem Profil sitzt und sich sauber verschrauben lässt.

Bei bestimmten Anforderungen wird dieser Abstand verengt, um die Wand steifer zu machen.

StänderabstandAnwendungsfall
62,5 cmRegelabstand für einfache und doppelte Beplankung ohne Fliesen
41,7 cmEinlagige Beplankung, wenn die Wand später gefliest wird
31,25 cmErhöhte Steifigkeitsanforderung, etwa bei schweren Fliesenformaten oder besonders hohen Wänden

Bei doppelter Beplankung genügt in der Regel der Standardabstand von 62,5 Zentimetern auch unter Fliesen, weil die zweite Plattenlage bereits ausreichend Steifigkeit liefert. Wie sich Wandaufbau und Schallschutz gegenseitig beeinflussen, erklären wir im Artikel zum Schallschutz im Trockenbau.

Der engere Abstand kostet mehr Material und Arbeitszeit, weil pro Meter Wandlänge mehr Profile und mehr Schraubenreihen nötig sind. In der Praxis lohnt sich die genaue Abstimmung vor Baubeginn: Wer schon beim Ständerwerk weiß, dass später gefliest wird, spart sich einen nachträglichen Umbau der Unterkonstruktion.

Wie dick wird eine Trockenbauwand?

Die Gesamtdicke einer Trockenbauwand ergibt sich aus Profilbreite plus Plattendicke je Seite. Bei einfacher Beplankung mit 12,5 Millimeter starken Platten addieren sich pro Seite 12,5 Millimeter, bei doppelter Beplankung entsprechend 25 Millimeter.

ProfilbreiteWanddicke einfache BeplankungWanddicke doppelte Beplankung
CW 5075 mm100 mm
CW 75100 mm125 mm
CW 100125 mm150 mm
CW 125150 mm175 mm

Beispielrechnung: Für eine geplante lichte Raumbreite von exakt 3,00 Metern und eine Trennwand mit CW-75-Profil und doppelter Beplankung von 125 Millimetern Dicke bleiben nach dem Wandeinbau rechnerisch rund 2,875 Meter nutzbare Breite im kleineren Raum übrig, wenn die Wand komplett in diesem Raum steht. Bei der Planung eines Grundrisses lohnt es sich deshalb, die Wanddicke schon vorab einzuplanen und nicht erst nach dem Aufmaß zu berücksichtigen.

Wie baut man eine Trockenbauwand Schritt für Schritt auf?

  1. Anschlussdichtung anbringen. Auf die UW-Profile wird vor der Montage ein selbstklebendes Dichtband geklebt. Es dämpft Körperschall zwischen Wand und Rohbau und verhindert Rissbildung an der Anschlussfuge.
  2. UW-Schiene setzen. Die UW-Profile werden am Boden und an der Decke im Abstand von etwa 62,5 bis 100 Zentimetern verdübelt.
  3. CW-Ständer einstellen. Die CW-Profile werden im gewählten Achsabstand in die UW-Schiene gestellt, ausgerichtet und teils verschraubt.
  4. Erste Seite beplanken. Die Gipsplatten werden angeschraubt, Stöße liegen mittig auf einem Profil.
  5. Installationen einbringen. Elektro- und Sanitärleitungen werden im Hohlraum verlegt, bevor die zweite Seite geschlossen wird.
  6. Dämmung einbringen. Mineralwolle wird zwischen die Ständer geklemmt, meist passend zur Profilbreite.
  7. Zweite Seite beplanken. Die gegenüberliegende Seite wird geschlossen, bei doppelter Beplankung folgt eine zweite Plattenlage versetzt zur ersten.
  8. Fugen verspachteln. Plattenstöße werden mit Fugenband und Spachtelmasse verarbeitet, anschließend geschliffen.

Wann Holzständer statt Metallprofile?

Metallprofile sind im Wohnungsbau die Regel, weil sie maßhaltig, formstabil und nicht brennbar sind. Holzständerwerk kommt dort zum Einsatz, wo hohe Punktlasten direkt in die Konstruktion eingeleitet werden müssen, etwa im Dachausbau bei Schrägen oder für Wände, an denen ohne zusätzliche Traverse schwere Hängeschränke montiert werden sollen. Holz lässt sich leichter individuell zuschneiden, reagiert aber empfindlicher auf Feuchtigkeit und Formänderung als Metallprofile.

Im Dachausbau ist Holzständerwerk oft ohnehin schon vorhanden, etwa als Teil der Dachkonstruktion, sodass sich eine zusätzliche Beplankung direkt daran anschließen lässt, ohne ein separates Metallständerwerk aufzubauen. Bei tragenden Zwischendecken oder Aufstockungen entscheidet ohnehin der Statiker über das Material der Unterkonstruktion, nicht die persönliche Vorliebe.

Was bedeutet "Leichtbauwand"?

Leichtbauwand ist der gängige Sammelbegriff für nichttragende Trennwände aus Ständerwerk und Plattenbeplankung, unabhängig davon, ob Metall- oder Holzprofile verwendet werden. Der Begriff grenzt diese Bauweise von der massiven Wand aus Mauerwerk oder Beton ab und wird in Ausschreibungen und Angeboten synonym zu Trockenbauwand oder Metallständerwand verwendet.

Wie wir in Hamburg arbeiten

Profilbreite, Ständerabstand und Anzahl der Plattenlagen legen wir für jede Wand einzeln nach Statik, Schallschutz und geplanter Nutzung fest, nicht nach Schema. Wenn Sie einen neuen Grundriss mit Trockenbauwänden planen, probieren Sie unseren Raumplaner aus oder sprechen Sie uns über die Kontaktseite an. Einen Überblick über unsere Leistungen finden Sie unter Trockenbau in Hamburg.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen CW- und UW-Profilen?

UW-Profile werden als U-förmige Schiene am Boden und an der Decke befestigt. CW-Profile stehen als C-förmige Ständer dazwischen und bilden das eigentliche Traggerüst der Wand, auf das die Gipsplatten geschraubt werden.

Welcher Ständerabstand ist bei Trockenbauwänden üblich?

Der Regelabstand beträgt 62,5 Zentimeter, das entspricht der halben Plattenbreite von 1,25 Metern. Bei einlagiger Beplankung mit späterem Fliesenbelag wird der Abstand auf 41,7 oder 31,25 Zentimeter verengt, um die Stabilität zu erhöhen.

Wie dick wird eine Trockenbauwand mit CW-75-Profil?

Mit CW-75-Profil und einlagiger Beplankung aus 12,5 Millimeter Gipskarton je Seite ergibt sich eine Gesamtdicke von 100 Millimetern. Bei doppelter Beplankung kommen 125 Millimeter zustande, jeweils ohne Zuschlag für Anstrich oder Fliesen.

Wann werden Holzständer statt Metallprofilen verwendet?

Holzständerwerk kommt vor allem im Dachausbau oder bei Konstruktionen mit hoher Punktlast zum Einsatz, etwa für Wandhängeschränke ohne zusätzliche Traverse. Im normalen Wohnungsbau sind Metallprofile wegen Maßhaltigkeit und Formstabilität die Regel.

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